Interview mit Donna Dubinsky
Mal wieder was für die Palm-Fraktion: ein Interview mit Donna Dubinsky (Palm-Ur-Mitgründerin). Interessant dabei finde ich unter anderem diesen Auszug:"Let's face it, consumers have different standards for [the computing and wireless] worlds. We have, unfortunately, trained them in our industry and the computing industry to actually tolerate these problems – crashing computers and bugs and so on – and people haven't had to tolerate that in the phone world and so now you see these worlds coming together and you see the carriers taking a little bit of the view of "Hey, these things have to work out of the box. Our customers are not going to be satisfied to be calling Tech Support and the only way we can deliver that high quality experience is in a very closed environment."
Und sie hat vollkommen Recht: wenn ein normales Handy abstürzt, bringen wir es wütend zurück zum Händler, verlangen mindestens ein Software-Update, lassen es einschicken und wandeln das Gerät, wenn eine problemlose Funktionalität mit der dritten Reparatur nicht ermöglicht wird. Wieso machen wir das nicht mit unseren PCs?
Wir sind es einfach gewohnt, dass Handys funktionieren, dass ich das Gerät einschalten kann, nutzen kann und es problemlos läuft.
Aber das Zusammenspiel von Software und Hardware ist kompliziert und die Computerindustrie hat es tatsächlich geschafft, dass wir in der Regel (ich unterstelle mal über 90% der Computer-User) anstandslos Fehlverhalten unserer Computer hinnehmen.
Es gibt Unmengen an Leuten, die ihren PC starten, erst mal 2-3 Fehlermeldungen wegklicken, bei Abstürzen neustarten ("Ein Reboot tut gut") ohne zu murren und das inzwischen als Tatsache akzeptiert haben.
Im Prinzip ein furchtbarer Zustand, oder?
Und bevor es jetzt heißt "das ist alles eine Frage der richtigen Konfiguration, dann passiert sowas nicht" - Nein! Völlig falscher Denkansatz! Ich möchte einen Computer nicht erst umständlich konfigurieren müssen, ich möchte, dass er einfach funktioniert.
Gut, ich habe einen derartigen Computer... *G* Zumindest zu 90%. ;-)
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(Via Treonauts.com)
"Let's face it, consumers have different standards for [the computing and wireless] worlds. We have, unfortunately, trained them in our industry and the computing industry to actually tolerate these problems – crashing computers and bugs and so on – and people haven't had to tolerate that in the phone world and so now you see these worlds coming together and you see the carriers taking a little bit of the view of "Hey, these things have to work out of the box. Our customers are not going to be satisfied to be calling Tech Support and the only way we can deliver that high quality experience is in a very closed environment."


Rihanna - SOS (Rescue Me)


4 Kommentar(e):
ich sehe das so:
1. auf einem Handy kann ich nicht einfach irgendeine software intallieren (normales Handy kein Smartphone)
2. sind handys untereinander nicht software kompatible
3. handys haben einen datenspeicher fürs betriebsystem, der von normalsterblichen nicht verändert werden kann
4. Auf Handys weitaus weniger Applicationen laufen als auf Rechnern
das ist wie in der Küche, zuviel Köche verderben den brei....
Alles absolut richtig - aber mal die technischen Herausforderungen beiseite gelassen (und Software ist kompliziert): ob wir es jemals hinkriegen, dass *alle* Computer problemlos und fehlerfrei laufen?
Nein, schaffen wir nicht, da immernoch Menschen Computer bauen. Selbst wenn ein Computer einen Computer bauen würde, wäre der erstere immernoch von Menschenhand erschaffen worden. Künstliche Intelligenz wäre möglicherewise eine Lösung... aber da wir seit August 1997 eh unter der Knute der Maschinen leben hat sich das ja erübrigt...
Ah...jetzt wird's aber interessant: das ist nämlich der Denkansatz von heute.
Aber bereits jetzt arbeiten Forscher mit emergentem Verhalten, d.h. dass der Computer der Zukunft tatsächlich in Richtung Perfektion streben könnte.
Ein interessantes Buch dazu ist "Prey - Beute" von Michael Crichton - wenn auch natürlich nur mit belletristischem Charakter.
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