Dienstag, September 06, 2005

Die "5. Gewalt"

Erzittert, denn bei der Macht von Castle Greyskull, ich habe die Zauberkraft ein Weblog.

Laut diesem Artikel auf Heise (thx @ meinem Außenreporter für den Link) sind "wir Blogger" nicht mehr nur das 5. Rad am Wagen, sondern mit einem Mal die "5. Gewalt" (nach den Medien als 4. - die ersten drei sind übrigens Ehefrau, Schwiegermutter und Finanzamt)!

Hintergrund dieser Ernennung ist nämlich, dass im Angesicht der Katastrophen dieser Welt Blogger entscheidend für Informationen aus den betroffenen Gebieten sorgen. Ob wahr oder unwahr sei mal dahin gestellt, hauptsache die Presse hat was aus erster Hand zu lesen und kann ihre Meldungen entsprechend formulieren.

Die Message ist klar: wenn bei euch, aus welchem Grund auch immer, eine Naturkatastrophe passieren sollte: nicht helfen, bloggen! Oder bloggen und dann helfen. Ich empfehle eine sinnvolle Zeiteinteilung, die sich aus helfen, gaffen (= eines der deutschen Hobbys), je nach Geschlecht noch Schuhe retten/Datensicherung durchführen - und nun eben auch noch bloggen zusammensetzt. Dabei auf mögliche Beeinträchtigungen (DSL geht nicht mehr, Monitor explodiert) achten und Gegenmaßnahmen (Treo, Blackberry, Ersatz-Richtfunk-Antenne) erörtern.
"Etablierte Pressevertreter müssen sich an die neue Macht der Weblogger gewöhnen. Gerade die zwei einflussreichsten Presseerzeugnisse in Deutschland bekommen das seit längerem zu spüren."

Und ganz genau so ist es: Frankfurter Rundschau, Frankfurter Neue Presse und nicht zuletzt das Handelsblatt verlassen sich zunehmend auf den wertvollen und ernst zu nehmenden Journalismus, mit dem selbstlose Ausnahme-Blogger tagtäglich die Welt mit Informationen und Tiefenrecherche versorgen.
"Das Wachstum der Blogosphäre ist immens, den Angstschweiß der etablierten Medien kann man schon riechen"

Was ein Glück, und ich dachte schon, ich wäre es - oder irgend eine absurde Form von Eigenlob...

3 Kommentar(e):

At 17:42, doerfler so...

Erst Hacker und nun schon die 5. Gewalt im Lande. Man es wird immer besser.
Was kommt denn eigentlich danach?
Besteht nicht genau da die Gefahr drin?
Zu viel Macht zu haben bedeutet auch Überheblich zu werden, einige Verlagshäuser leben es uns täglich vor.

 
At 17:54, Steffen so...

"Überheblich"?! Was bitte ist das?? *LACH*

 
At 19:27, doerfler so...

Ja ich weiß auch nicht. Aber irgendwie überkam es mich mit einmal. Musste noch was philosophisches, naja irgendwie sowas eben, loswerden. Liegt bestimmt am Wetter.

 

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