Dienstag, August 30, 2005

Was Google Talk gut macht und was Skype noch lernen kann

Mittlerweile konnte ich ein wenig mit dem neuen Google Talk (GTalk?) rumspielen und bin soweit erst mal angenehm überrascht. Die Kritiken waren ja mies, was die Ausstattung betrifft: noch nur für GMail-User, kein Video, keine Emoticons (DANKE, bitte so lassen!!), langweiliges Interface, usw.

Was mich persönlich an GTalk stört, ist die mangelnde Verschlüsselung. Und dass es wohl doch nicht durch jede Firewall bzw. mit jedem Proxy geht: da ist Skype einiges besser.

Dennoch mag ich das simple, schlichte Design. Ich mag, wie sich die diversen Chatfenster automatisch aneinander reihen, ich mag die dezenten Notification-Töne und außerdem die Tatsache, dass ich sofort sehen kann, ob ich mit jemandem sprachlich verbunden werden kann. Gerade das ist ein Feature, das ich mir bei Skype noch wünschen würde. Ist mir schon oft passiert: man will jemanden anskypen und zurück kommt dann "geht bei mir nicht, kein Mikro o.ä.". OK, nicht jeder hat (wie ich) permanent einen kleinen Ohrhörer (Knopf-im-Ohr) am Laptop angeschlossen, dabei ist das doch nur ein weiteres Kabel und so nützlich! Schnell den Kollegen 5 Tische weiter was fragen: kurz anskypen, dabei weiter arbeiten bzw. das gemeinsame Dokument schnell öffnen - perfekt. Bei mir absolute Standard-Ausrüstung. Muss ja auch nicht immer ein fettes Headset sein ("Rot Eins, hier Gold Eins...").

Daher wünsche ich mir auch für Skype eine Art Erkennung, wie ich mit der jeweiligen Person gerade kommunizieren kann.

Ich verstehe, dass das gerade bei PCs sicher nicht so leicht ist. Beim Mac/iChat AV schließt man seine iSight an und der Computer erkennt dadurch, ob man eine Videoverbindung aufbauen kann. Aber dann sollten die User wenigstens selber anzeigen lassen können, wie sie erreichbar sind. Nicht nur ob, sondern auch wie.

Außerdem vermisse ich eine Anzeige, ob ich gerade in einem Skype-Call bin oder nicht.