Servicewüste Deutschland
Der Schmunzler der Woche: Karstadt-Mitarbeiter sollen nett zu ihren Kunden sein. Bitte?? Nett zu Kunden? In Deutschland?! Dem Land, in dem Kundenunfreundlichkeit in großen Kaufhäusern gelebt wird? Ein Wandel in der Leitkultur? Undenkbar!OK, um das "neue Denkmodell" am lebenden Beispiel zu demonstrieren, sollten deutsche Mitarbeiter vielleicht nur mal eine Woche in die USA. Als Bonus für einen "Verkaufsoffenen Sonntag" einmal so ein Kurztrip spendiert und die Leute werden Augen machen.
Habe ich damals in New York selbst erlebt: man kommt in den Laden, kriegt teilweise schon die Tür aufgehalten, die Leute begrüßen einen mit einem freundlichen "Hi how are you?" oder lächeln dich mit einem "can I help you?" an, wenn man sich ihnen nur auf 5 Metern nähert! In Deutschland würde man auf die 5 Meter gar nicht heran kommen, weil die Verkäufer längst Reißaus genommen hätten. Und selbst wenn ein Verkäufer mal nicht aufgepasst hat und man ihn ansprechen will, dreht er sich um und ignoriert einen einfach bzw. würgt einen mit einem "Kollegin kommt gleich!" ab.
Auch interessant: Punkt 19:55 werden die Rolläden in den Schaufenstern runter gelassen und an der Kasse lauthals ein "Anita, ich mach jetzt Feierabend, gell..." gerufen. Super Deutschland. Das macht Einkaufen zu einem Top-Erlebnis.
Jaja, "ein paar Ausnahmen nur und nur die Negativ-Beispiele bleiben im Gedächtnis" - aber bin ich der einzige, dem sowas passiert?!
P.S.: der iPod shuffle ist bei der Stiftung Warentest wie's aussieht durchgefallen. Wen wundert's - Scheiß-Gerät... *lol*
(via Mactechnews.de)



Rihanna - SOS (Rescue Me)


5 Kommentar(e):
ach, natürlich sind hier alle unfreundlich. da kriegt man ja schon vorher angst und traut sich erst nicht die leute anzusprechen.
kommt drauf an wo man kauft und ob die leute danach bezahlt werden wieviel sie verkaufen. ich würde meine Verkäufer (zb im Modegeschäft) grundsätzlich einen minimalen Stundenlohn zahlen. Jedoch bekommen sie 1% des verkauften Kleidungsstücks auf ihren Stundenlohn aufgeschlagen. So müssen auch verkäufer sich ins Zeug legen.
Ich würd ja eher sagen, wer nicht professionell ist und sich zusammenreißt, hat in meinem Laden als Angestellter nichts zu suchen. Und es ist Sache der Abteilungsleiter, das zu kontrollieren. Wenn die das nicht gewährleisten können, fliegen sie auch.
Und zusätzlich Boni und co.
*hart durchgreift*
Na ja,
die Kritik ist sicherlich berechtigt, aber auf der anderen Seite nervt es, wenn ein(e) Verkäufer(in) sehr aufdringlich ist und einem gar nicht von der Seite weicht, was bei der Provisonsbezahlung die Folge wäre.
Gutes Verkaufen beherrschen nur wenige, werden doch die meisten durch das Negativimage des Verkäufers von dieser Tätigkeit abgeschreckt und werden lieber Manager weil besser angesehen und bezahlt.
Aber Deutschland ist ja nicht nur im Verkauf eine Servicewüste und das liegt m.E. an der muffligen Grundeinstellung gegenüber seinen Mitmenschen.
ja, ja, die serviewüste deutschland. ich mach meine erfahrungen mit fehlendem personal meist im praktiker, wen wunderts.
aber ist der begriff servicewüste nicht eigentlich völlig falsch gewählt? man sagt ja schließlich auch sandwüste, salzwüste oder geröllwüste und da fehlt es bei weitem nicht an sand, salz oder geröll... einfach mal drüber nachdenken :-)
Kommentar veröffentlichen
<< Home