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Montag, April 18, 2005

"Hinter Gittern" in Telekom-Farben

Heute gibt's mal wieder einen Artikel für das Wohl der Leser, genauer, deren Allgemeinbildung. Soll ja keiner behaupten, dass man hier nichts lernt.

Das (Un-?)Wort der Woche ist nämlich derzeit...na? "Konklave", genau. Die katholischen Kardinäle machen das, um einen neuen Papst zu wählen. Wer gebildeter Journalist ist, angeben will und zum 10. Mal in einem Artikel das Wort "Kardinäle" vermeiden will, schreibt übrigens hochmodern "die Purpur-Träger".
Warum purpur? Wieso nicht grün oder blau? Weil purpur seit der Antike die Farbe hochgesteller Persönlichkeiten wie z.B. Hohepriestern (aha!) ist. Gut, Jan Ullrich ("Ulläääääääää") trägt die Farbe auch, auch wenn sie da magenta heißt.
Wird jetzt der Vatikan neuerdings von der Telekom gesponsort? Immerhin treffen die sich ja alle munter ("Telekommunikation verbindet"). Oder wird die Telekom die Kardinäle jetzt abmahnen (wie es anscheinend schon bei anderen Unternehmen versucht wurde, die auch die Farbe Magenta nutzen wollten)? Wohl eher nicht.

Tatsache aber ist, dass jeder eifrig das K-Wort benutzt ("Hajo, die mache do Konklave, und am Schluss muss es weißen Rauch geben"), aber keiner genau weiß, was es heißt.



Daher hier die Erklärung: der Begriff "Konklave" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "verschließbarer Raum" (clavis = Schlüssel). Wer's genau wissen will, liest sich den Wikipedia-Eintrag durch und denkt in Zukunft bei abgeschlossenen Räumen (Fahrstühlen *lol* (sorry), Gefängnissen, der vergessenen PIN am Geldautomaten und wenn sich Manager für die Versteigerung völlig überteuerter Aktien (s. UMTS) zusammentun ab jetzt immer daran, dass er hier was für die Allgemeinbildung lesen durfte.

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